Unser Arbeitsfeld ist zur Zeit in Kenia.
 
Kenia ist flächenmäßig etwas größer als Frankreich oder etwa so groß wie Texas in den USA.

Der Äquator teilt das Land fast genau in zwei Hälften; mit dem Indischen Ozean an der Ostküste und dem riesigen Viktoriasee im Westen ist Kenia ein wirklich kontrastreiches Land.

Die meisten der 48 Millionen Einwohner besiedeln das fruchtbare Hochland. Sie leben überwiegend von Ackerbau und Viehzucht. Insgesamt sind jedoch nur ca. 10 - 20% der Gesamtfläche Kenias für die Landwirtschaft geeignet. Die übrigen Teile des Landes sind Wüste. Nairobi ist mit drei Millionen Einwohnern die Hauptstadt Kenias. 1963 erlangte Kenia seine Unabhängigkeit von Großbritannien.

Die Bevölkerung Kenias setzt sich aus über 40 ethnischen Gruppen zusammen und hat mehr als 42 verschiedene Sprachen. Suaheli und Englisch sind Amtssprachen.

Im Land herrscht Religionsfreiheit, vier von fünf Kenianern gehören namentlich dem Christentum an. In muslimisch dominierten Landesteilen wird die christliche Minderheit hingegen unterdrückt. In jüngster Vergangenheit verübte die Terrororganisation Al Shabaab wiederholt Angriffe in Kenia. Auf dem Weltverfolgungsindex für Christenverfolgung liegt Kenia aktuell auf Rang 16.
Mount Elgon
 
Im Westen Kenias unmittelbar an der Grenze zu Uganda liegt der Mount Elgon. Mit 4321m Höhe und 80 km Durchmesser ist dieser erloschene Vulkan der zweithöchste Berg Kenias. Unterhalb seiner Gipfel erstreckt sich Regen- und Bambuswald, in dem Elefanten, Kaffernbüffel und Leoparden leben. Die unteren Regionen sind sehr fruchtbar. Mais, Weizen, Kaffe, Tee und vieles andere gedeihen dort sehr gut.

Der Mount Elgon ist Heimat der Sabaot, die auch Elgonmasai genannt werden. Zu diesem Volksstamm gehören mindestens 250 000 Menschen. Sabaot gehören zur Gruppe der Kalenjin, bzw. Niloten. Ihre ursprüngliche Lebensweise als Nomaden mussten sie in den vergangenen Jahrzehnten auf Ackerbau umstellen, da es nicht genügend Weideland gab. Kühe sind für Sabaot die wichtigsten und wertvollsten Haustiere, Maisbrei mit Sauermilch ein beliebtes Gericht.

Traditionell glaubten die Sabaot schon immer an einen Schöpfergott, der Sonne, Regen und Leben schenkt. Allerdings ist dieser Gott weit entfernt und der Glaube an die Geister ihrer Vorfahren, die Glück oder Unglück in der Hand halten, bestimmt ihr tägliches Leben.
Wycliff Bibelübersetzer begannen 1981 damit, die Sabaot Sprache zu erforschen und die Bibel zu übersetzen. Seit 2012 gibt es die komplette Bibel auf Sabaot.

Heutzutage besuchen die meisten Kinder zumindest eine Grundschule. Viele Erwachsene sind dagegen Analphabeten. Obwohl das Land fruchtbar ist, fehlt vielen das Kapital und Wissen, um ihr Land gut zu nutzen. Viele leiden deshalb trotzdem Hunger. Alte, traditionelle Werte verfallen immer mehr, der übermäßige Konsum von selbstgebrautem Bier zerstört viele Familien.

Außerdem gefährden unzureichende medizinische Versorgung, schlechte Infrastruktur und die allgemeine Unterentwicklung des Gebietes das Leben von Kindern und Jugendlichen.